In dieser Fallstudie beschreiben wir, wie ein mittelgroßer Automobilzulieferer in Deutschland seine Lieferkette modernisierte, Durchlaufzeiten verkürzte und Lagerkosten deutlich senkte. Das Projekt kombiniert Lean-Prinzipien mit digitaler Transparenz und enger Abstimmung zwischen Produktion und Logistikdienstleistern.
Wesentliche Maßnahmen umfassten die Einführung eines Echtzeit-Trackings für Bestellungen, eine Neuorganisation der Kommissionierung und eine enge Zusammenarbeit mit zwei Schlüssellieferanten. Durch diese Maßnahmen konnten Engpässe frühzeitig erkannt und Pufferbestände reduziert werden, ohne die Lieferfähigkeit zu gefährden.
Herausforderung: Komplexe Lieferketten und volatile Nachfrage
Der Kunde stand vor mehreren Herausforderungen: schwankende Auftragseingänge, lange Vorlaufzeiten bei Teilen und eingeschränkte Transparenz über Lagerbestände bei Zulieferern. Die Folge waren erhöhte Sicherheitsbestände und gebundene Liquidität.
Unsere Lösung zielte darauf ab, die End-to-End-Transparenz zu erhöhen und Entscheidungsprozesse durch Kennzahlen und automatisierte Alerts zu beschleunigen.
Maßnahmen & Ergebnisse
Durch gezielte Maßnahmen — u. a. Implementierung eines zentralen Dashboards, Just-in-Time-Lieferfenster und regelmäßige Lieferanten-Workshops — konnten die Lagerbestände um ~28% reduziert werden. Gleichzeitig sank die durchschnittliche Lieferzeit um 18% und die Lieferzuverlässigkeit stieg signifikant.
Das Projekt zeigte außerdem, wie wichtig standardisierte Datenschnittstellen sind, um Informationen zwischen ERP-Systemen und Logistikpartnern automatisiert auszutauschen.
Schlussfolgerungen
Investitionen in Transparenz und kollaborative Prozesse zahlen sich aus — besonders in exportorientierten Branchen wie der deutschen Automobilindustrie. Die Fallstudie unterstreicht, dass digitale Werkzeuge allein nicht genügen: Kultur, Prozesse und Lieferantenmanagement müssen gemeinsam weiterentwickelt werden.